#1

Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 20.01.2009 13:09
von DuV-Fanclub Gründungsmitglied | 1.070 Beiträge
Habe grad folgende "Filmkritik" gelesen ... ggf. möchte ja jemand dazu Stellung nehmen und darauf antworten?

http://www.dooyoo.de/tv-sendungen/das-un...visier/1176061/

Wie üblich natürlich wieder das abwertende Stasigesülze jedoch was mich am meißten ärgert, dass er wohl meint, die Handlung sei frei erfunden und AMS hätte nur aus Zwang mitgemacht ... nunja lest selbst ... ich glaub da müssen wir noch einiges an Aufklärungsarbeit leisten!

Gruß Marco!
zuletzt bearbeitet 20.01.2009 13:24 | nach oben springen

#2

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 20.01.2009 18:20
von uwed Nachwuchskader | 24 Beiträge
Was soll man da sagen ?

Ideologisch verblendet, Naiv oder dabei zu verblöden oder einfach nur ein Dummschwätzer. Ich habe duV immer als einen Krimi gesehen, willkommene Unterhaltung zur Abendstunde während meiner kindlichen "Sturm und Drangphase" vor mehr als 30 Jahren, wer hat sich da schon für irgendwelchen ideologischen Kram interessiert oder ob es historische Hintergründe für die Handlung gab, mal ehrlich doch eigentlich niemand. Heute kucken die Leute DSDS, Dschungel, Oliver Geissen und ähnlichen Müll, ausgestrahlt von Fernsehsendern die damit beauftragt sind das Volk langsam aber sicher zu verblöden damit es nicht nachdenkt.
zuletzt bearbeitet 20.01.2009 18:21 | nach oben springen

#3

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 20.01.2009 18:23
von der karierte hut Oberst | 303 Beiträge

serus

genau meine meinung! was wusste ich denn mit 14 jahren über die stasi? oder was die gemacht haben! das war fuer mich immer die schönste zeit im jahr. zwischen den feiertagen, war keine schule, die eltern mussten arbeiten und ich konnte das visier schauen. sind halt wessis!

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#4

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 20.01.2009 18:52
von uwed Nachwuchskader | 24 Beiträge

Es ist mir auch heute noch egal was die Stasi gemacht oder nicht gemacht hat! Was machen die heutigen Geheimdienste, was macht Schäuble ? Sind die Leute blind oder einfach nur blöd, ich selbst arbeite für einen nicht ganz kleinen InternetProvider mit cà 1,8 Mill. Kunden als Systemadministrator, seid 1. Januar (eigentlich schon etwas eher) "schneiden" wir Daten im Telefon, Internetelefonie, Email und Port80-Verkehr in einem Umfang mit der einfach für den normal sterblichen Anwender nicht mehr fassbar ist, und da regen sich irgendwelche Selbstdarsteller aus der politischen Augsburger Puppenkiste über die ach so bösen Maschenschaften der Stasi auf, und Pappnasen ohne Ende wie dieser Dooyoo-Cowboy aus der Bevölkerung kapieren nicht das das alles nur Ablenkung davon ist das der heutige Geheimdienst viel schlimmer und skrupelloser ist als alles bisher dagewesene.

Ich denke mal eines haben wir alle in den letzten Jahren seid dem Jahre Null der Wiedervereinigung gelernt, das was wir damals als Kinder in der Schule gelernt haben ( bis auf die Zeit in den Ferien wenn wir duV gekuckt haben ) hat absolut gestimmt, es wir immer mehr Arme geben die nicht mal mehr was zu essen haben und immer mehr korrupte Schweine die auf Kosten der Armen ihre Taschen füllen, ich wünschte mir das wir dazu mal was ehrliches in den Medien lesen und nicht dieses ewige Geplappere von der DDR Stasi und ewige Gasting und sonstige Müllshows

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#5

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 01.02.2009 13:19
von Merkur | 1 Beitrag

Naja...Sichtweisen sind halt immer subjektiv.
Da beklagt der Mann, westlich der Elbe aufgewachsen, die Handlung sei langweilig, es gäbe zu wenig Action. Ich persönlich bin froh darüber, dass einst Filme produziert worden sind, in denen nicht ständig brennende Autos durch die Luft fliegen und Helden von Hochhäusern springen.
Die Serie, einst mit Unterstützung/Zuarbeit des MfS geschaffen, orientiert sich grob an den historischen Gegebenheiten der damaligen Zeit. Als Stichworte fallen mir pauschal die Rattenlinie, dass Erstarken der Eliten des dritten Reiches in den 1950er Jahren und die Wiederaufrüstug der Bundesrepublik ein. Diese Prozesse hat das MfS seinerzeit aufgeklärt, u. a. mit der Einschleusung von Kundschaftern auf verschiedenen Wegen. Genau das stellt die Serie nüchtern dar.
Ich persönlich kann gut auf Hollywood-Action, übertriebene Sensationen und dgl. verzichten.
Das die Serie immer noch gesendet und von den Zuschauern angenommen wird, zeigt ihre nach wie vor vorhandene Popularität.

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#6

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 01.02.2009 18:55
von Karli
avatar

Völlig außer acht gelassen hat der kritische Mitbürger , daß die Filme
über dreißig Jahre alt sind . Damals sahen westliche Krimis auch nicht
viel besser aus , von den vermissten logischen Handlungsabläufen
ganz zu schweigen ....
Schön , daß es wenigstens Kubiczeks Musik mag .
Toll finde ich , daß er mit mir einer Meinung ist ( hab ich an anderer Stelle hier schon
mal kundgetan ) , was die Zeichnung der Charaktere betrifft .
Keiner der Negativ-Helden kommt wirklich böse rüber .

Karli

aktuell ausgekundschaftet von der Firma Network im Auftrag meines Dienstherren !
( Haha , das konnten wir besser , Herr Mehdorn !!! )

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#7

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 24.02.2009 17:38
von uwed Nachwuchskader | 24 Beiträge
Ich war schon immer für die Legalisierung der Abtreibung bis zum 65 Lebensjahr, vielleicht könnte man das ja angesichts dieser Umstände in`s Auge fassen

Aber tröste dich. Jede Mail die du schreibst, jeder Post den du hier veröffentlichst und alles was du im Inet tust, hinterlässt Spuren ohne Ende, und wer weiss wie es geht erstellt mal locker so nebenbei ein komplettes Profil von dir und mir und uns allen hier und den vielen Millionen weiteren da draußen. Stell dir vor wir hätten diese Möglichkeiten früher gehabt - na dann aber !


Zitat von Karli

aktuell ausgekundschaftet von der Firma Network im Auftrag meines Dienstherren !
( Haha , das konnten wir besser , Herr Mehdorn !!! )
zuletzt bearbeitet 24.02.2009 17:41 | nach oben springen

#8

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 24.02.2009 23:47
von Geschützführer | 4 Beiträge

Mir ist schlecht!
Die Rechtschreibung: "Der Spion, der aus dem Osten -kahm- " entspricht dem Nutzernamen "kochklops1". Note 5, setzen! Lied aus!

Ich habe gerade ein Buch in der Mache ("Rote Plätze - Russische Militärflugplätze in Deutschland 1945-1994, man möge mir verzeihen, ich kann's nicht lassen), Zitat daraus, voll passend: "Letzten Endes müssen wir lernen, den Ort und die Umstände durch die Stimmen derjenigen kennen zu lernen, die dort gelebt haben und dabei gewesen sind." Stammt paradoxerweise übrigens von einem Amerikaner (Bartow, Prof. für europ. Geschichte).
Hoffentlich weiß der "kochklops1", was paradox ist, zur Gedankenstütze: Darüber haben der "Seewolf" Raimund Harmstorf und "Humphrey van Weyden" Edward Meeks sinniert, das lief sogar bei uns im Kino.

Schön, dass die ersten Teile gelaufen sind. Hab alles in max. Qualität auf 3 DVD verteilt. Die Cover gibt's auf os-co.de (ist zwar leider gerade offline, aber PN an Karl Stülpner , unten auf der Seite, dürfte helfen.

@kochklops1: Ich mach dir 'ne Kopie, da kannste was lernen, nach dem Motto: "Wie die das bloß machen?"

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#9

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 04.03.2009 08:39
von loller | 5 Beiträge

Hallo,
ich habe mir mal die Mühe gemacht, mich bei Dooyoo anzumelden. Dann habe ich einen eigenen Beitrag über das Visier eingestellt. Nur hier im Forum zu grummeln bringt nichts.
Schön wäre es, wenn viele DUV-Fans sich ebenfalls bei Dooyoo anmelden und meinen Beitrag bewerten. Da zeigt sich dann, ob die Pro- oder Contra-Meinung in der Mehrheit ist.

Gruß
Hans

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#10

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 04.03.2009 11:33
von DuV-Fanclub Gründungsmitglied | 1.070 Beiträge
Zitat von loller
Hallo,
ich habe mir mal die Mühe gemacht, mich bei Dooyoo anzumelden. Dann habe ich einen eigenen Beitrag über das Visier eingestellt. Nur hier im Forum zu grummeln bringt nichts.
Schön wäre es, wenn viele DUV-Fans sich ebenfalls bei Dooyoo anmelden und meinen Beitrag bewerten. Da zeigt sich dann, ob die Pro- oder Contra-Meinung in der Mehrheit ist.

Gruß
Hans



Hallo Loller!

Das finde ich ja prima, habe deinen Beitrag gerade gelesen und glaube das dieser unsere volle Unterstützung findet.

Der Herr Kochklops hat ja auch schon auf unsere Forumsbeiträge reagiert und sein Posting entsprechend ergänzt ... da er ja hier anscheinend mitliest, auch noch kurz ein paar Worte von meiner Seite:

1. Sicher sind einige Formulierungen hier etwas derb, aber wie Sie selbst schreiben muss man sowas als überzeugter "Demokrat" doch abkönnen. Viele "Ossis" reagieren halt sehr allergisch darauf, wenn ihnen jemand aus dem Westen die DDR erklären will und dann noch kaum ein gutes Haar an der Suppe lässt, wie man so schön sagt. Das funktioniert nunmal nicht!

2. Nochmals zu den realen Hintergründen: zugegebener Maßen ist über diese hier im Forum als auch im Netz relativ wenig zu lesen, dennoch gibt es sie! Und man darf nie vergessen, dass es sich bei dem Visier um eine Romanvorlage mit all Ihren künstlerischen Freiheiten und hier im speziellen auch politischen Einflüssen handelt. Dies ist uns aber voll bewusst.

Und ich möchte nur nochmal ein paar herausgreifen:

Man versucht ja wirklich den Mauerbau damit zu rechtfertigen das der III. Weltkreig unmittelbar bevor stand. Dies ist, wenn man sich wirklich mit der Geschichte des kalten Krieges auskennt nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Natürlich war ein weiterer Hauptgrund die Fluchtbewegung in den Westen einzudämmen ... darauf wird heute rumgeritten die andere Seite der Medaille wird aber unter den Tisch gekehrt, wie so vieles.

Man darf ja auch nie vergessen, dass jährlich bis zu ca. 30000 Westdeutsche in den Osten übersiedelten, prominente Beispiele gibt es ja genug. Sicher ist das nur ein Bruchteil von denen die in die andere Richtung wollten aber auch diese hatten wohl ihre berechtigen Gründe. Und die winigsten waren politisch motiviert sondern wirtschaftlich oder familiär.

In unserem Buch zur Serie zeigen wir zumindest die historischen Hintergründe anhand von zeitgenössischen Zeitungsdokumenten auf, einige Sachen sind auch hier im Forum nachzulesen. Ich erinner da nur an die King Kong Grippe!!!

Auch die Sache mit dem U-Boot ist nicht von der Hand zu weisen, Projekte dieser Art gab es ja zu Kriegsende auch nachweislich einige. Die Militärbasen in Portugal sind real ...

Und so könnte man die Liste noch fortsetzen ...

3. Und nun nochmals zu Herrn AMS ... er schreibt selbst, das es die beste Serie der DDR war. Von anderen Darstellen wurde uns berichtet das man sich um die Besetzung selbst bemüht hat.
Das AMS keine Stellen mehr angeboten bekam ist wohl auch nicht ganz richtig. Da sich selbst E.H. in die Sache einschaltete und dafür einsetze das dies nicht so sei. Auch wissen die wenigstens, dass man zu DDR Zeiten fest angestellt bei der DEFA oder anderen Schauspielkollegtiven war, d.h. also das Geld floß weiter auch ohne Angebote ... auf diesen Umstand deuted ja auch der Buchtitel "Verordneter Sonntag" ...

Es wird ja vermutet, dass die Gründe ganz woanders lagen ... eher darin, dass AMS schon damals Angebote aus Hollywood o.ä. hatte und die Biermannaffaire ein willkommender Anlass schien.

Okay das soll es gewesen sein ... nur soviel ... das Visier setzt ein gewisses Maß an geschichtlicher Vorbildung (auch aus Sicht des ehem. Ostens) voraus sonst sind viele Dinge aus heutiegr Sicht unlogisch, nicht nachvollziehbar und wirken abstrus. Und sicher ist das Visier aus dem Blickwinkel der DDR gedreht; ich frage ... (ein paar Denkanstöße)

1. warum sollte die DDR einen Film aus sicht des Westens drehen?
2. Muss die Sichtweise der DDR zwangsläufig falsch sein nur weil sie den kalten Krieg verloren hat?

Gruß Marco!
zuletzt bearbeitet 04.03.2009 11:39 | nach oben springen

#11

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 09.04.2009 16:44
von loller | 5 Beiträge

Hallo,
ich habe vor einiger Zeit einen positiven Beitrag über das Visier bei Dooyoo eingestellt. Immerhin steht es jetzt schon 132 : 63 (Zustimmungen zum negativen Beitrag : Zustimmungen zum positiven Beitrag).
Wie wäre es denn, wenn die Visier-Freunde die Osterfeiertage nutzen, um den Anteil der positiven Stimmen noch etwas zu erhöhen?
Viele Grüße

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#12

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 27.02.2010 18:28
von bjarnelasserinnström (gelöscht)
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Also die letzten 3 Wochen habe ich mir alle 16 Teile der Serie auf DVD (Vitamin B) angeschaut. Als "halber " Wessi kannte auch ich die Serie teilweise aus meiner Kindheit und die Bücher stehen heute noch in meinem Regal.
Grundsätzlich ist dies eine Serie ausschließlich für Ostalgiker oder vllt. auch für Politik- und Geschichtsinteressierte.
Gerade am Anfang der Serie überstrahlt Armin Müller-Stahls Charisma alle und alles, denn er spielt professionell und locker. Weder der besonders lässig wollend wirkende Gunther Schoß noch der bemühmte Jürgen Heinrich kommen in die Nähe dessen, was AMS vorgelegt hat. Die Ausstattungsfehler und die offensichtlich in der DDR und dem RGW liegenden Drehorte verzeiht man leicht, aber sobald sich die Serie beginnt von den Originalen zu lösen, strotzen die Geschichten nur so vor Logiklöchern. Dazu kommt die hammerharte Politisierung und teilweise schlimme Schwarz/weiß-Malerei.
Die stärksten Folgen sind meiner Meinung nach die ersten sieben, die schwächsten sind der "Afrikaanse Broederbund".
Mit der Abkehr vom Einzelagenten versuchte man offensichtlich etwas mehr Realitätsnähe in die Stories zu bringen, was aber nur die Anzahl der Darsteller erhöhte und auch die Autoren veranlasste, Situationen einzubauen, damit auch alle Charaktere beschäftigt sind. So versuchte man in den letzten beiden Folgen mit Lafitte wieder einen Agenten zu etablieren, der etwas unkonventioneller vorgehen konnte und beließ es zum Glück dabei.
Insgesamt ein interessantes, über Strecken unterhaltsames, aber auch teilweise erschreckendes Stück DDR-Fernsehgeschichte, welches man "Außenstehenden" nur schwer vermitteln kann. Als Entschuldigung kann man den Kalten Krieg und eine gewisse Ahnungslosigkeit angeben, wird aber bei vielen Nichtkennern damit auf Unverständnis stoßen...

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#13

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 27.02.2010 22:49
von DuV-Fanclub Gründungsmitglied | 1.070 Beiträge

Mh ... nunja ... einigen Deiner Äußerungen kann ich auch nicht folgen ...

sicher ist, dass man das Visier nur mit etwas grundlegendem geschichtswissen überhaupt versteht ... als Bildzeitungsleser oder Generation Playstation kommt man natürlich an Filme "zum Mitdenken" nicht rann ... soweit sind wir uns doch einig oder? ABER ist es denn normal, dass man sich nicht ein bisschen für Geschichte und Politik interessiert bzw. diese nicht mal ansatzweise begreift, dass es so schlimm ist, dass man das Visier nicht versteht? Waren denn die DDR Bürger so viel schlauer, denn sie haben es ja wohl verstanden! Stellen wir uns bzw. die die den Film nicht verstehen da heute nicht ein Armutszeugnis aus? Wohin führt denn diese Ahnungslosigkeit, dieses Desinteresse, diese Ingnoranz? Antwort: siehe 1933 - 45 = 50 Millionnen Tode.

Man darf aber nicht vergessen, dass es sich um keine Doku sondern wohl doch um eine Serie handelt welche sich an wahren Begebenheiten orientiert ... als Buch spricht man dabei von einem ROMAN ... mit all seinen literarischen Freiheiten ... besonders auch die Visierbücher werden ja gerade wegen ihrer fehlenden schwarz / weiß - Malerei und dem fehlenden Propagandahammer hoch geschätzt!

Das die zweite Staffel als schwächer anzusehen ist, ist Geschmackssache ... mag aber an einigen Deteils und am Fehlen von AMS festzumachen sein, hier wurde halt versucht durch mehr "Action" mehr Handlung in den Film ansich zu stopfen ... der eine Mag es der andere nicht.

Warum aber der ABB der schwächste sein soll ist mir fraglich, ich finde diese Episode mit als die Beste und das in Südafrika nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen war, ist ja doch wohl unstrittig oder? Und mit chemnischen und biologischen Kampfstoffen wird auch genug Unwesen getrieben ... wo ist also das Problem?

Auch wo Du das "erschreckende Stück" Fernsehgeschichte siehst, ist für mich und ggf. viele andere nicht erkenntlich ... wenn es so eine schlimme Serie wäre, würde sie sich bestimmt nicht immer noch so großer Beliebtheit erfreuen und letztes und dieses Jahr als Kauf DVD erscheinen. Sicher basiert die Serie auf den Grundlagen des kalten Krieges ...
aber den hat die DDR nicht verschuldet! Wir sind der Meinung es handelt sich um das BESTE STÜCK Fernsehgeschichte.

Und was verstehst du bitte unter Ahnungslosigkeit? Die muss man wohl dem Westen mehr vorhalten als dem DDR Bürger dem die Situation des kalten Krieges Tag für Tag eingehämmert wurde ... das war ja gerade hier im Visier nicht so mit der Holzhammermethode, auch deshalb ja der große Erfolg .... der Visierkonsument der heute die Serie nicht versteht oder als reine Propaganda abtut der ist in Wirklichkeit der Ahnungslose !!!

Wir als Forschungsgruppe konnten zu jedem dargestellten Ereignis eine wahre Begebenheit zuordenen, die ggf.. sehr frei interprediert verarbeitet wurde, was ja aber legitim ist oder?

Übrigends wurde auch im NSW gedreht, nur mal so als kleiner Hinweis.

Man darf nicht vergessen, das Visier wird bald 40 Jahre alt ... und aus der Sicht von heute scheint vieles antiqiert, altmodisch, altbacken, hölzern, langweilig oder einfach überholt wirken ... aber vieles nur weil wir heute mit Reizen überflutet und bombardiert werden ... ob das der richtige Weg ist? Lenkt das nicht vom wirklich wichtigen ab? Stumpft uns sdas nicht ab?

Für die damalige Zeit und die Verhältnisse war die Serie ein beachtliches Stück Fernsehprodukt und hat einen gebührenden Platz in der Fernsehgeschichte der DDR also auch Gesamtdeutschlands verdient, auch wenn es für 60 Millionen ahnungslose Deutsche nicht verständlich ist ...

In diesem Sinne ... und der Hoffnung dass Du meine Fragen mit Fakten und Daten noch beantwortest ... und ggf. kann ja der eine oder andere auch mal Stellung nehmen?

Gruß Marco!

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#14

RE: Das Visier aus Sicht eines

in Alles rund um das unsichtbare Visier 01.03.2010 18:24
von bjarnelasserinnström (gelöscht)
avatar

Zitat von DuV-Fanclub

Mh ... nunja ... einigen Deiner Äußerungen kann ich auch nicht folgen ...

Sicher ist, dass man das Visier nur mit etwas grundlegendem Geschichtswissen überhaupt versteht ... als Bildzeitungsleser oder Generation Playstation kommt man natürlich an Filme "zum Mitdenken" nicht ran ... soweit sind wir uns doch einig oder?


Dem widerspreche ich nicht.

Zitat von DuV-Fanclub
ABER ist es denn normal, dass man sich nicht ein bisschen für Geschichte und Politik interessiert bzw. diese nicht mal ansatzweise begreift, dass es so schlimm ist, dass man das Visier nicht versteht? Waren denn die DDR Bürger so viel schlauer, denn sie haben es ja wohl verstanden! Stellen wir uns bzw. die die den Film nicht verstehen da heute nicht ein Armutszeugnis aus? Wohin führt denn diese Ahnungslosigkeit, dieses Desinteresse, diese Ingnoranz? Antwort: siehe 1933 - 45 = 50 Millionnen Tode.


Keine Ahnung, was mir dieser Absatz sagen soll...

Zitat von DuV-Fanclub
Man darf aber nicht vergessen, dass es sich um keine Doku, sondern wohl doch um eine Serie handelt, welche sich an wahren Begebenheiten orientiert ... als Buch spricht man dabei von einem ROMAN ... mit all seinen literarischen Freiheiten ... besonders auch die Visierbücher werden ja gerade wegen ihrer fehlenden schwarz / weiß - Malerei und dem fehlenden Propagandahammer hoch geschätzt!


Es handelt sich um eine politisierte und politisierende Unterhaltungssendung. Und die Bücher sind schwarz/weiß in ihrer Darstellung der politischen Systeme.

Zitat von DuV-Fanclub
Dass die zweite Staffel als schwächer anzusehen ist, ist Geschmackssache ... mag aber an einigen Details und am Fehlen von AMS festzumachen sein, hier wurde halt versucht durch mehr "Action" mehr Handlung in den Film an sich zu stopfen ... der eine mag es, der andere nicht.
Warum aber der ABB der schwächste sein soll, ist mir fraglich, ich finde diese Episode mit als die Beste und das in Südafrika nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen war, ist ja doch wohl unstrittig oder? Und mit chemischen und biologischen Kampfstoffen wird auch genug Unwesen getrieben ... wo ist also das Problem?


Das Problem sind drei Geheimdienste, zwei Geheimbünde, Atomwaffen, Kampfstoffe und ein Land, welches auch 30 Jahre nach der Ausstrahlung der Serie noch 3.Welt ist. Für meinen Geschmack wurde da viel zuviel gewollt.

Zitat von DuV-Fanclub
Auch wo Du das "erschreckende Stück" Fernsehgeschichte siehst, ist für mich und ggf. viele andere nicht erkenntlich ... wenn es so eine schlimme Serie wäre, würde sie sich bestimmt nicht immer noch so großer Beliebtheit erfreuen und letztes und dieses Jahr als Kauf DVD erscheinen. Sicher basiert die Serie auf den Grundlagen des Kalten Krieges ...
aber den hat die DDR nicht verschuldet! Wir sind der Meinung, es handelt sich um das BESTE STÜCK Fernsehgeschichte.


Schuld oder Unschuld am Kalten Krieg zuzuweisen ist lächerlich. Die DDR hat aktiv daran teilgenommen, siehe u.a. Mauerbau und die Olympiaden 1980 und 1984. Und "erschreckend" fand ich z.B., wie der Mauerbau dem Zuschauer 13(?)Jahre danach krampfhaft schmackhaft gemacht wurde. Viel anders war der Staatsbürgerkunde- und Heimatkundeunterricht auch nicht.

Zitat von DuV-Fanclub
Und was verstehst du bitte unter Ahnungslosigkeit? Die muss man wohl dem Westen mehr vorhalten als dem DDR Bürger dem die Situation des Kalten Krieges Tag für Tag eingehämmert wurde ... das war ja gerade hier im Visier nicht so mit der Holzhammermethode, auch deshalb ja der große Erfolg .... der Visierkonsument der heute die Serie nicht versteht oder als reine Propaganda abtut, der ist in Wirklichkeit der Ahnungslose !!!


Und auch hier muß ich widersprechen. Die Holzhammermethode fand sehr wohl im Visier Anwendung, denn grundsätzlich waren die "Kundschafter auf Wacht für den Frieden", während der Westen allgemein als dekadent dargestellt wurde. Ganz zu schweigen vom überheblichen Ami in Gestalt von Wilson. Wie in Staatsbürgerkunde...

Zitat von DuV-Fanclub
Wir, als Forschungsgruppe konnten zu jedem dargestellten Ereignis eine wahre Begebenheit zuordenen, die ggf.. sehr frei interprediert verarbeitet wurde, was ja aber legitim ist, oder?

Übrigends wurde auch im NSW gedreht, nur mal so als kleiner Hinweis.

Man darf nicht vergessen, das Visier wird bald 40 Jahre alt ... und aus der Sicht von heute scheint vieles antiquiert, altmodisch, altbacken, hölzern, langweilig oder einfach überholt wirken ... aber vieles nur, weil wir heute mit Reizen überflutet und bombardiert werden ... ob das der richtige Weg ist? Lenkt das nicht vom wirklich wichtigen ab? Stumpft uns das nicht ab?


Niemand bestreitet im Visier ein Zeitdokument zu sehen. Aber meiner Meinung nach, muss man sich damit kritisch auseinandersetzen, genauso wie mit dem "Schwarzen Kanal".

Zitat von DuV-Fanclub
Für die damalige Zeit und die Verhältnisse war die Serie ein beachtliches Stück Fernsehprodukt und hat einen gebührenden Platz in der Fernsehgeschichte der DDR also auch Gesamtdeutschlands verdient, auch wenn es für 60 Millionen ahnungslose Deutsche nicht verständlich ist ...
In diesem Sinne ... und der Hoffnung, dass Du meine Fragen mit Fakten und Daten noch beantwortest ... und ggf. kann ja der eine oder andere auch mal Stellung nehmen?

Gruß Marco!


Wieder stimme ich zu, dass diese Serie gesamtdeutsche Fernsehgeschichte ist. Letztendlich ist sie aber ebenfalls auch ein Instrument gewesen, genauso wie andere Medien. Wenn man täglich auf diese Weise beeinflußt wird und nur wenige oder eher gar keine Alternativen aufgezeigt bekommt, dann ist das prägend - für Generationen. Zum Glück fällt es uns heute wesentlich leichter, darüber zu reflektieren...
Gruß Bjarne Lasse Rinnström

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#15

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 01.03.2010 18:44
von fan09 (gelöscht)
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Hallo Leute,hab mir heute die "Wessi-Sichtweise" durchgelesen.Naja,jedem seine Meinung.Aber Ahnung hat der Typ nicht wirklich.Ich hab mir letztens dieses "Gegenstück" "Der Illegale" angeschaut.Ich bin zwar ein DDR-Kind aber davon abgesehen ,"Das Unsichtbare Visier" war bei weitem spannender!Also offen gesagt,was der Typ erzählt,darauf kann mann sch.....!"Das Unsichtbare Visier" ist und bleibt eine der wenn nicht sogar die beste DDR-Serie.Oder kann mir einer eine ähnlich erfolgreiche Westreihe gleichen Genres nennen?Ich denke nicht (-Jerry Cotton und die anderen Knalltüten zählen nicht-).
Gruß Fan09

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