#16

RE: Das Visier aus Sicht eines

in Alles rund um das unsichtbare Visier 01.03.2010 19:15
von uwed Nachwuchskader | 24 Beiträge

Zitat von bjarnelasserinnström

Es handelt sich um eine politisierte und politisierende Unterhaltungssendung. Und die Bücher sind schwarz/weiß in ihrer Darstellung der politischen Systeme.



Nun ja, erinnert mich irgendwie an die Bildzeitung und RTL mit der Lizenz zur Volksverblödung, das System funkt. sogar ganz gut. Zumindest viel besser als versteckte politische Botschaften in DuV

DuV war Weihnachtsabendunterhaltung nichts weiter. Irgendwelchen Politischen Quatsch hat da niemand drin gesehen und wenn doch hat es niemanden interessiert

Zitat von bjarnelasserinnström

Das Problem sind drei Geheimdienste, zwei Geheimbünde, Atomwaffen, Kampfstoffe und ein Land, welches auch 30 Jahre nach der Ausstrahlung der Serie noch 3.Welt ist. Für meinen Geschmack wurde da viel zuviel gewollt.





Also alles Sachen die auch heute noch auf der täglichen Politischen Agenda stehen


Zitat von bjarnelasserinnström

Die DDR hat aktiv daran teilgenommen,



Stimmt, wie die BRD auch

Zitat von bjarnelasserinnström

während der Westen allgemein als dekadent dargestellt wurde.



Komisch komme mir im Augenblick vor wie in einer Sonntagsrede von Westerwelle

Zitat von bjarnelasserinnström

Niemand bestreitet im Visier ein Zeitdokument zu sehen. Aber meiner Meinung nach, muss man sich damit kritisch auseinandersetzen, genauso wie mit dem "Schwarzen Kanal".



...vielleicht sollten wir mit dem kritischen Auseinandersetzen in der Gegenwart beginnen, hier gibt es diesbezüglich ein unendlich größeres Betätigungsfeld

Zitat von bjarnelasserinnström

Letztendlich ist sie aber ebenfalls auch ein Instrument gewesen, genauso wie andere Medien. Wenn man täglich auf diese Weise beeinflußt wird und nur wenige oder eher gar keine Alternativen aufgezeigt bekommt, dann ist das prägend - für Generationen.



Womit wir wieder bei den heutigen Medien wären, hier diagnostiziere ich einen ständig zunehmenden Prägenden Einfluss auf ganze Generationen "abgehängter" mit der Ausbildung eines neuen innerdeutschen Feindbildes so nach der Holzhammermethode jeder gegen jeden besonders immer drauf auf schwächere.

Zitat von bjarnelasserinnström

Zum Glück fällt es uns heute wesentlich leichter, darüber zu reflektieren...



Tatsächlich ? Worüber reflektieren wir denn so den ganzen Tag über ? Doch nicht etwa über eine Fernsehserie aus den 1970er Jahren oder darüber wohin unsere jetzige Gesellschaft in den Pausen zwischen BigBrother und DSDS langsam aber sicher "dahindriftet"

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#17

RE: Das Visier aus Sicht eines

in Alles rund um das unsichtbare Visier 01.03.2010 19:32
von DuV-Fanclub Gründungsmitglied | 1.070 Beiträge

Zitat:
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Schuld oder Unschuld am Kalten Krieg zuzuweisen ist lächerlich. Die DDR hat aktiv daran teilgenommen, siehe u.a. Mauerbau und die Olympiaden 1980 und 1984. Und "erschreckend" fand ich z.B., wie der Mauerbau dem Zuschauer 13(?)Jahre danach krampfhaft schmackhaft gemacht wurde. Viel anders war der Staatsbürgerkunde- und Heimatkundeunterricht auch nicht.
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Da muss ich dann doch nochmal antworten ... ich finde es nämlich nicht lächerlich Schuld oder Unschuld am kalten Krieg zuzuweisen ... immerhin ist ja hier der Amerikaner nicht Unschuldig ... und der Russe wollte/konnte keine Schwäche zeigen ... ob das nun aus heutiger Sicht richtig oder falsch ist, ist m.E. völlig irrellevant ... damals hatte man wohl keine andere Wahl, keine Seite wollte Ihr Gesicht verlieren ...

Aber grundlegend hatte man sich ja im Westen darauf geeinigt im nächsten Krieg geht es mit den Deutschen zusammen gegen den Russen ...

Im Osten hielt man noch bis ENDE der 60er Jahre sogar an einem Einheitlichen Deutschlands fest ... jedoch hatte man in Bonn schon 1948 durch die Währungsreform die Deutsche Teilung auch ohne Mauer zementiert ... also es ist sicher mühselig nun einen Schuldigen zu finden ... der könnte ggf. Adolf Hitler heißen ... was aber auch falsch ist, da dieser nur durch das deutrsche Großkapital an die Macht kam .. aber das würde jetzt zu weit führen ... zumindest kann man der DDR nicht vorwerfen am kalten Krieg schuld zu sein oder gar an der deutschen Teilung, so wie man es heute ständig suggeriert bekommt denn "die haben ja die Mauer gebaut" ... und der deutsche "Dümmling" von heute glaubt dies auch noch ...

Die DDR war nunmal blockgebunden und hatte wenig Spielraum ... es wäre heute ungerecht ihr für alles und jedes den schwarzen Peter zuzuschieben ... nur weil und heute eine "andere" Geschichte gelehrt wird ... ist diese aber denn die richtige???

Und da ist meine ganz klare Antwort NEIN ... was nicht heisen soll das man uns früher in allen Punkten die Wahrheit sagte ... jedoch muss man wohl heute irgendwo in der Mitte nach der Wahrheit suchen ...

Und da ist man mit der heutigen schwarz / weiß - Malerei völlig fehl am Platze ...

Und was ich früher in Staatsbürgerkunde über den Kapitalismus gelernt habe, hat sich leider alles Bewahrheitet ... Heimatkunde war bei uns nicht so politisiert, da habe ich Pflanzen und Tiere unserer Heimat kennen gelernt (war bestimmt aber nur kommunistuische Flora und Pfauna) ... aber gut ....

... zum Mauerbau ... hatte man eine andere Wahl? NEIN .... heute lässt sich aber aus sicht des Siegers immer schlau daherreden ... die bösen Kummunisten bauen einfach ne Mauer ... komischer Weise wurde diese aber selbst vom Westen als "friedenssichernde Massnahme" anerkannt.

Und keine Angst ich habe früher auch schon genug Westen geschaut und konnte mir auch früher schon eine eigene Meinung bilden und habe diese auch geäußert ohne das ich weggesperrt wurde ... ich such auch heut noch die Mikrofone in meiner Wohnung .. wir sind ja alle abgehört wurden ... ständig ... und warum stand wohl immer dieser Lada vorm Haus?

Zitat von DuV-Fanclub
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ABER ist es denn normal, dass man sich nicht ein bisschen für Geschichte und Politik interessiert bzw. diese nicht mal ansatzweise begreift, dass es so schlimm ist, dass man das Visier nicht versteht? Waren denn die DDR Bürger so viel schlauer, denn sie haben es ja wohl verstanden! Stellen wir uns bzw. die die den Film nicht verstehen da heute nicht ein Armutszeugnis aus? Wohin führt denn diese Ahnungslosigkeit, dieses Desinteresse, diese Ingnoranz? Antwort: siehe 1933 - 45 = 50 Millionnen Tode.
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Und Du verstehst nicht was dieser Absatz soll???

Er sollte verdeutlichen, dass wir in einem Staat leben wo Dummheit gefördert wird, weil Dumme sich besser regieren lassen und das hat durch der deutschen Dummheit, Ignoranz, Ahnungslosigkeit und Gleichgültigkeit schonmal 50 Millionen das Leben gekostet.

Darum sollte man sich schon die Mühe machen auch das Visier aus Sicht des Ostens zu verstehen ... die Leute die dort als Kundschafter bezeichnet werden, wollten nämlich aus den Fehlern die zu dieser Katastrophe geführt haben lernen und eine friedliches Miteinander aufbauen ...

Das sich Deutschland im Krieg befindet sehen wir ja fast täglich im Fernsehen, auch wenn es als "Antiterrormission" getarnt wird.

Und das das Visier nicht im politisch luftleeren Raum steht ist uns voll bewusst ... und das es sicher hier und da propagandistische Einflüsse hat mag auch sein ... aber Propaganda heißt ja nicht Lüge sondern politisch einseitige Beleuchtung der Wahrheit ...

Und die andeere Seite kann ich mir heute selbst LIVE anschauen .... und die kann mich schon gar nicht überzeugen ...

Aber nungut ich wollte keinen Disput vom Zaun brechen ... wie gesagt 60 Millionen deutsche werden das Visier nunmal nicht verstehen ... das ist wie mit Ostdeutsch ;)

Gruß Marco!


zuletzt bearbeitet 01.03.2010 19:46 | nach oben springen

#18

RE: Das Visier aus Sicht eines

in Alles rund um das unsichtbare Visier 28.04.2010 23:55
von lillimarleen Führungsoffizier | 109 Beiträge

Zitat
Aber nungut ich wollte keinen Disput vom Zaun brechen ... wie gesagt 60 Millionen deutsche werden das Visier nunmal nicht verstehen ... das ist wie mit Ostdeutsch ;)



ja - Zustimmung

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#19

RE: Das Visier aus Sicht eines "Wessis" ...

in Alles rund um das unsichtbare Visier 24.05.2010 21:45
von andrschie | 2 Beiträge

Hallo zusammen,

hier ist ja eine, wenn auch nicht immer nette, Diskussion entstanden. Man streitet sich auch nach langer Zeit immer noch, wo auch immer, um die Filmreihe und ist, was durchaus logisch ist, mal dieser und mal dieser Meinung. Damit steht schon mal fest, dass die Themen immer noch eine gewisse Brisanz besitzten. Wie sonst käme so mancher zu seiner Meinung? Wenn man es hält wie am Theater und keineswegs nur dort, lebt also diese Filmreihe noch. Denn nur wer nicht kritisiert wird ist mausetot. Darüber sollte man sich doch freuen. Wer sie damals im Osten allerdings so vollkommen unpolitisch gesehen haben will, war entweder noch sehr jung, oder es fehlte ihm das Verständnis. Diese Filmreihe ist politisch und sie ist ein Roman, deren Figuren eine sehr tiefgehende Charakteristik darstellen und durchaus auch stellvertretende Züge für andere Personen annehmen. Mir scheint, dass das einige nicht so ganz auseinander, bzw. zusammen bekommen. Mit dem erforderlichen Hintergrundwissen wird man viele Details erkennen, die vor dreißig Jahren noch niemanden aufgefallen sein dürften. Sind denn die Zustände in der zugrunde gegangenen rheinländischen BRD tatsächlich so unrealistisch dargestellt worden? Das muss man wohl, wenn man hierin nur eine Propagandaposse der Machthaber im Osten sehen will.

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