#1

Filmmusik

in Die Filmmusik 04.01.2006 23:13
von Tubi
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Am Montag 02.01.06 gab es im rbb folgende Sendung
"Ein Kessel Geschichte"; Streifzug durch das DDR-Fernsehen,
ein Film von Andreas Kuno Richter - es wurde unter anderen auch an
das "Das unsichtbare Visier" erinnert und erklärt die tolle Filmmusik
sei von Günter Fischer. Ich denke Herr Richter wollte die Zuschauer ver...,
soweit ich weis ist Die Filmmusik von Walter Kubiczeck. Ich denke Die Musik
von Günter Fischer benötigt keine falschen Lorberen.
Gruß an alle duv-Fans.


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#2

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 05.01.2006 10:43
von DuV-Fanclub Gründungsmitglied | 1.049 Beiträge

Hallo Tubi!

erstmal herzlichst willkommen in unserem Forum!

Und nun zur Sache:

Oh man das ist ja ne böse entgleisung ... sowas darf natürlich nicht passieren aber ist wohl bei dem heutigen "Sensations- und Bildzeitungsjournalismus" eher die normalität als die ausnahme, das mit halbwahrheiten und falschmeldungen noch kasse gemacht wird.

Tiefgründige Recherchen scheinen wohl selbst im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen nicht mehr zum Standart journalistischer Arbeit zu gehören; schade eigentlich!

Eigentlich ein Grund für einen soliden Leserbrief, fragt sich nur an wen man den schicken sollte, um auch eine Berichtigung zu erwirken.

Und wer ist eigentlich Andreas Kuno Richter? Muss man den kennen?

Gruß Marco!


Wie machen die das nur ... ?


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#3

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 05.01.2006 15:43
von Willi Major | 249 Beiträge

Hallo Tubi
Diese Sendung habe ich auch gesehen und glaubte meinen Ohren kaum. Es ist wirklich ein Witz. So sieht die Zukunft des Journalismus aus, wie Marco schon sagt. Gut das es uns giebt! Hoch lebe der DUV-Fanclub.
Tschüß Willi


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#4

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 18.03.2006 14:56
von neua
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Kann mir jemand allgemein etwas zur Stimmung der Filmmusik sagen? Ist sie eher "funky" (wie einige Manfred Krug-Sachen), oder kann man eine allgemeine Aussage darüber machen, ob sie vll. eher in die Rock-Ecke oder Classic-Ecke geht? Gesang oder nur INstrumente ecetera? Fragen über Fragen, über Antworten oder Anregungen freue ich mich...
Danke im voraus,
neua


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#5

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 18.03.2006 14:57
von neua
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Am besten wäre natürlich ein Probehören oder ein Snippet, falls jemand einen Link oder den OST hat...?! Nochmals danke im voraus...


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#6

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 22.03.2006 11:40
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Hallo,

gegenwärtig gibt es bei http://www.buschfunk.com unter der Bestellnummer 14082 ein Album namens Amiga-a-gogo Vol.3. Auf dem sind mehrere Stücke der DuV-Filmmusik.

Regisseur Peter Hagen über die Musik : >.. Der für Kubiczeks Filmmusk charakteristische Sound prägt maßgeblich den Charakter der Filmreihe mit.Das Hauptmotiv kehrt immer wieder in verschiedenen Varianten,um eine einheitliche Geschichte musikalisch zu verdichten.Dem kommen die Eigenarten der Rhythmik zugute: Kubiczek setzt gern Polyrhythmik gegen lineare Melodik.Er benutzt selten die traditionelle Rhythmusgruppe,sondern versucht,viel mit Percussionsinstrumenten zu arbeiten.Anstelle des Schlagzeugs setzt er oft lateinamerikanische Instrumente ein: Conga,Claves,Maracas,Bongos.Charakteristisch sind auch die stöhnenden Bässe in Smear-Technik.Das Themenmaterial wird-wie Kubiczek es selbst bezeichnet-im Baukastensystem verarbeitet.Das heißt,der Komponist gibt mir als Regisseur vielfältige zeitliche Varianten des Themas in die Hand,mit denen ich experimentieren kann,die ich den verschiedenen Handlungslinien unterlegen kann.So entstehen immerwieder neue musikalische Wirkungen,die den eigenen Stil der Visier-Musik ausmachen.< ( Covertext Amiga 855655, 1979 )

Die Stücke sind Instrumentels mit Backround-Voices, u.a. vom Jürgen-Erbe-Chor,Gerti Möller und Gerda Gabriel. Eingespielt wurden sie ,bis auf einige Ausnahmen, vom Orchester Walter Kubiczek in den Studios des Rundfunks der DDR.
Stilistisch sind sie schwer einzuorden, ein bißchen Latino (BossaNova) vielleicht, aus der Jazz/BigBand/Swing-Ecke kommt das viele Blechgebläse, eine Stromgitarre wird manchmal ganz schön rockig, und es gibt schmusetaugliche Stücke.
Mit der Visier - Musik ist Kubiczek sicher ein großer Wurf gelungen, die Stücke haben bis heute nichts von ihrem Reiz verloren . Einige Stücke wurden später -außerhalb des Films - mit Texten versehen, so mutierte z.B.des >Hirtenlied< zur >Legende aus alten Zeiten<,gesungen meines Wissens nach von Chris Doerk.Naja, und der >Maskentanz< wurde mit Susan Baker als Solotänzerin zu einem Vorzeigestück der DDR-Erotik.

Nicht vergessen sollte man allerdings die Rolle Kubiczeks in der Kommision, die seinerzeit ( 1975 ) das Renft-Verbot erwirkte.

Karli


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#7

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 22.03.2006 13:20
von DuV-Fanclub Gründungsmitglied | 1.049 Beiträge

Danke Karli! Deiner Ausarbeitung ist glaub ich kaum etwas hinzuzufügen ... ich glaube damit dürfte unser Freund "neua" etwas anfangen können.

Was aber selbst neu für mich ist, ist die Sache mit der "Renft Combo" ... wo hast du denn diese information her?

Gruß Marco!


Wie machen die das nur ... ?


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#8

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 22.03.2006 13:42
von DuV-Fanclub Gründungsmitglied | 1.049 Beiträge

PS: @Karli ... kannst Du es ermöglichen beim Treffen in Berlin dabei zu sein? wir würden uns sehr freuen.

Gruß Marco!


Wie machen die das nur ... ?


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#9

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 22.03.2006 17:06
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Hallo,

Walter Kubiczek war im Komitee für Unterhaltungskunst für Tanzmusik zuständig und bei einem Gespräch mit der Band am 1.April 1975 anwesend und saß wahrscheinlich zwischen den Stühlen , ohne viel ausrichten zu können.Der Chef des Komitees , ein Genosse Czerny, muß ein ziemlicher Hardliner gewesen sein.
Quelle ist die Autobiografie von Klaus Renft > Zwischen Liebe und Zorn <, Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1997
Tja, mit dem Treffen bin ich mir mit mir selbst noch nicht eins, selbst wenn ich meien Disponenten mal zu einem freien Wochenende überreden könnte, spielt ja auch die Regierung noch eine Rolle!!!

Karli


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#10

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 22.03.2006 17:59
von Marco (DuV)
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Regierung??? Meinst Du deine bessere Hälfte oder wirst du schon Verfassungsschutztechnisch observiert??? Schätze eher der Hausdrache wa?

Da gibts nur 2 Lösungen:

1. Durchsetzen und allein kommen

2. Durchsetzen und zu Zweit kommen

Oder gehörst zur Pantoffeltierfraktion?

Gruß Marco!



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#11

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 28.03.2006 00:26
von neua
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Also das klingt schon beinahe etwas zu detailliert,... aber trotzdem danke. Werde mich weiter nach dem Soundtrack umsehen. Gibt es denn irgendwo die Serie zu kaufen? Grüße


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#12

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 28.03.2006 10:00
von DuV-Fanclub Gründungsmitglied | 1.049 Beiträge
Zu Kaufen gibts die Serie nur beim Deutschen Rundfunkarchiv (DRA) ... dort kostet die Stunde ca 65,00 Euro.

Gruß Marco!
Wie machen die das nur ... ?

zuletzt bearbeitet 04.12.2006 11:52 | nach oben springen

#13

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 26.09.2007 17:36
von Nette | 3 Beiträge

Da bekommt man ja nen Preisschock. Habe mal nachgeschaut, die Stunde kostet 51,50 Euro. Also nicht ganz so viel, aber immerhin trotzdem der Hammer.

Gruß Nette

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#14

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 07.10.2007 14:14
von DuV-Fanclub Gründungsmitglied | 1.049 Beiträge


auszugsweise kopiert aus einer soeben eingegangenen Email:

Sehr geehrte Damen u. Herren,

...

ich möchte sie lediglich darüber in Kenntnis setzen,
dass auf dem Sender "Phönix" heute, am 07.10.07
eine Sendung lief, in welcher es, um die Geschichte
des DDR-Fernsehn's ging. Der Moderator, ein gewis-
ser Ulf Kalkreuth, verkündete in dieser Recherche,
dass die Musik zum "Visier", von Günter Fischer
komponiert wurde. Jeder weiß, dass diese genialen
Melodien, von Walter Kubitschek stammen. Vielleicht,
interessieren sich die Fanclubmitglieder ja für ei-
nen derartigen Fauxpas.

Beste Grüße, sendet Jürgen Büchel !

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#15

RE: Filmmusik

in Die Filmmusik 07.10.2007 23:33
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Sehr geehrter Visier-Freund Jürgen Büchel!

Danke für Ihre Informationen zu fehlerhaften Fakten in der Phoenix-Ausstrahlung der Sendung „Ein Kessel Geschichte“. Wir haben als DuV bereits nach der Erstausstrahlung dieser Sendung am 2. Januar 2006 in einer E-Mail an den RBB auf den gravierenden Fehler zum Thema Visier-Filmmusik verwiesen. Ich schrieb damals über Positives und Negatives der Sendung u.a.:


„Zugegeben: Ich war zunächst etwas skeptisch, als ich in der Programmankündigung vom Versuch las, in einer einzigen Sendung die Geschichte des DDR-Fernsehens unterzubringen. Der Beitrag „Ein Kessel Geschichte“ im RBB-Programm vom 2. Januar ist dann aber doch ein durchaus sehenswerter, informativer und unterhaltsamer Streifzug durch das Adlershofer Programm geworden. Ungeachtet der Themenfülle war der Film nicht überladen, der Zuschauer ging gern den Spaziergang durch die unterschiedlichen Fernsehsparten mit - jede für sich durchaus geeignet einmal genauer, intensiver und detaillierter erörtert zu werden.

Nur in einem Punkt muss ich dem Moderator widersprechen. Im Bereich der abenteuerlich-politischen Fernsehserien ging er auf das „Unsichtbare Visier“ ein und stellte als besonderen Wirkungsfaktor die Musik dieser Serie heraus. Diese schrieb jedoch nicht, wie U. Kalkreuth meinte, Günther Fischer, sondern der bekannte DDR-Komponist Walter Kubiczeck. Für Kubiczeck war die Filmmusik neben seinen Schlagermelodien („Was halten Sie vom Tango?“) und Orchesterwerken („Berliner Sinfonie“) ein wichtiges Standbein seines Schaffens. Bereits zu DDR-Zeiten gab Amiga zwei Langspielplatten mit seinen Filmmusiken heraus und auch nach der Wende zeugen zwei CD-Produktionen von dem nachhaltigen Interesse an diesen Arbeiten Kubiczecks. Übrigens wird der Komponist im Oktober diesen Jahres 75 Jahre alt - vielleicht für den RBB ein Anlass, ihm eine Sendung zu widmen.

Mit freundlichen Grüßen Andreas Zirke“

Auf diese E-Mail erhielten wir damals nur eine automatisch generierte Rückantwort. Es gab nie eine inhaltliche Antwort der zuständigen Redaktionen - und wie man jetzt sehen kann, auch keine Korrektur dieses gravierenden Fehlers. Beim RBB hat man in letzter Zeit wirklich den Eindruck, dass es dort mehr um Postenbesetzungen (Intendanz, Chefredaktionen) als um ein ordentliches, will heißen: korrekt recherchiertes, Programm geht. Ein schlechtes Zeugnis für eine Rundfunkanstalt öffentlichen Rechts!

Nochmals Dank und beste Grüße
A. Zirke

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