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Buchtipp: Max Hoelz

in DVD-, TV- und Bücher Tips 31.05.2010 19:12
von DuV-Fanclub Gründungsmitglied | 1.070 Beiträge

Hier auch mal ein interessantes Thema - wenn auch kein Kundschafterthema - was auch unsere Mitteldeutsche Heimat betrifft, hier vor allem meine Region, das Mansfelder Land und die Leuna-Werke (@Willi: kennst Du das Buch bzw. den Namensgeber?):

Peter Giersich / Bernd Kramer
MAX HOELZ
Man nannte ihn: Brandstifter und Revolutionär, Robin Hood, Che Guevara, einen Anarchisten, den Roten General.

Sein Leben und sein Kampf.

Deutschland in den 20er Jahren: Unruhe im ganzen Land, das Militär putscht (Kapp-Putsch), dagegen organisiert sich die Arbeiterschaft: Arbeiter- und Soldaten-Räte werden gebildet. In Falkenstein (Vogtland) führt Max Hoelz den bewaffneten Kampf gegen die Reichswehr an und betreibt die Politik der erpreßten Spenden. Er ist Mitglied der KPD, aber die KPD ist gegen DIREKTE AKTIONEN; sie sind dem ZK zu "bakunistisch, zu anarchistisch". In dem vorliegenden Band wird auf bisher unveröffentlichtes Archivmaterial zurückgegriffen; Erinnerungen von Kampfgefährten und Zeitzeugen geben dem Leser einen authentischen Einblick in die Geschichte der politischen und bewaffneten Kämpfe während der Weimarer Republik. Mit einer Bibliographie, einem Namensregister sowie Bildnachweisen.

3-87956-237-7 / 173 Seiten / zahlreiche Abbildungen
Euro (D) 18,50 / sFr 31,80 (unverbindliche Preisempfehlung)

Leseprobe: http://www.karin-kramer-verlag.de/lp/237-7-lp.html


Unter der Generation meiner Eltern und Großeltern ist der Name Max Hoelz immer noch ein Begriff und so gibt es auch noch eine kleine Familiengeschichte dazu: mein Urgroßvater (Bergmann im Mansfeldischen) wäre fast den Säuberungsaktionen der Polizei und Reichswehr zum Opfer gefallen, da man ihn für ein gesuchtes Mitglied des Hoelz-Korps hielt, welches sich bei und in Bischofrode bei Eisleben versteckt hatte. Meine Uroma konnte wohl gerade noch rettend eingreifen und das Erschießungskommando von seiner wahren Identität überzeugen. Gleich neben dem Wohnhaus meiner Großeltern in Bischofrode wurde dann zu DDR-Zeiten ein Gedenkstein für die Märzgefallenen von 1921 erreichtet. Alle anderen die nämlich bei dieser Aktion erwischt wurden, wurden standrechtlich erschossen.

Viel Spaß beim schmökern,

Gruß Marco!

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